Rumänische Kordel häkeln – die breite Variante einfach erklärt

Die rumänische Kordel gehört zu den Häkeltechniken, die man immer wieder gebrauchen kann. Sie ist schnell gearbeitet, sieht sauber aus und ergibt eine stabile Kordel für viele verschiedene Projekte.

Für meine Granny-Square-Tasche war ich auf der Suche nach einem passenden Taschenriemen. Die klassische rumänische Kordel war mir dafür jedoch etwas zu schmal. Deshalb habe ich mich für diese breitere Variante entschieden. Sie wirkt etwas flacher, liegt angenehm in der Hand und passt optisch sehr gut zu gehäkelten Taschen.

Da ich jedes Mal wieder überlegen musste, wie diese Technik funktioniert, habe ich die einzelnen Schritte diesmal ausführlich festgehalten. So kann ich selbst jederzeit nachschauen – und vielleicht hilft dir diese Anleitung ebenfalls weiter.

Falls du die klassische, schmale Variante suchst, findest du sie bereits in meiner Anleitung zur Handy-Handschlaufe. In diesem Beitrag zeige ich dir dagegen die breitere Variante, die sich besonders gut als Taschenriemen oder Tragegriff eignet.

Auch wenn ich die breite rumänische Kordel hier als Taschenriemen verwende, eignet sie sich für viele weitere Projekte. Ob als Henkel für Körbe, Träger für Beutel, Schlüsselband oder dekorative Kordel – durch ihre stabile Form ist sie vielseitig einsetzbar.

Material

Für die breite rumänische Kordel benötigst du:

  • Garn deiner Wahl
  • passende Häkelnadel
  • Schere
  • Wollnadel zum Vernähen der Fäden

Je nach Garnstärke wird die Kordel schmaler oder breiter. Für einen Taschenriemen empfiehlt sich ein eher formstabiles Baumwollgarn, damit die Kordel ihre Form auch bei häufiger Benutzung behält.

Ich habe meine Kordeln mit Zeeman Mara Macramé Garn gearbeitet.
Da es dieses Garn aber nicht online gibt, und teilweise auch schon wieder aus dem Sortiment genommen worden ist, habe ich ähnliche Garne rausgesucht, auf die du problemlos ausweichen kannst.

Gut geeignete Alternativen sind zum Beispiel:

Wooly Hugs Rope Polyester Textilgarn *

oder

Makromecity, Baumwolle Makramee Garn *

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Anleitung

Der Anfang

Beginne mit 3 Luftmaschen. Wende anschließend die Arbeit und häkle 2 feste Maschen in die Luftmaschenkette.

Drehe die Arbeit nun mit einer halben Drehung nach rechts. Die erste Reihe kann beginnen.

Erste Reihe

Steche in die erste Masche direkt unter der Schlaufe ein und hole den Faden durch. Jetzt befinden sich 2 Schlaufen auf deiner Häkelnadel.

Suche nun den kleinen Nüppel (das kleine Knötchen am Rand der Arbeit). Steche von rechts durch diesen Nüppel und hole den Faden durch. Nun liegen 3 Schlaufen auf der Häkelnadel.

Hole den Faden ein weiteres Mal und ziehe ihn durch alle drei Schlaufen. Die erste Reihe ist fertig.

Zweite Reihe

Drehe die Arbeit wieder mit einer halben Drehung nach rechts.

Steche erneut in die erste Masche ein und hole den Faden durch. Jetzt hast du wieder 2 Schlaufen auf der Häkelnadel.

Am Ende der Arbeit siehst du jetzt zwei kleine Nüppel. Steche von rechts durch beide Nüppel und hole den Faden durch. Nun befinden sich wieder 3 Schlaufen auf der Häkelnadel.

Hole den Faden und ziehe ihn durch alle drei Schlaufen.

💡 Tipp: Die ersten Reihen sehen oft noch etwas ungewohnt aus. Das ist völlig normal. Nach wenigen Wiederholungen entsteht das typische Muster der rumänischen Kordel ganz von selbst.

Ab jetzt wiederholt sich alles

Drehe die Arbeit wieder mit einer halben Drehung nach rechts.

Steche in die erste Masche ein und hole den Faden durch. Jetzt liegen wieder 2 Schlaufen auf der Häkelnadel.

Am Ende der Kordel befinden sich nun immer drei Nüppel. Steche von rechts durch alle drei Nüppel und hole den Faden durch. Jetzt hast du wieder 3 Schlaufen auf der Häkelnadel.

Hole den Faden erneut und ziehe ihn durch alle drei Schlaufen.

Wiederhole diese Schritte, bis deine Kordel die gewünschte Länge erreicht hat.

Tipps für eine gleichmäßige Kordel

Die rumänische Kordel lebt von einer gleichmäßigen Fadenspannung. Gerade die ersten Zentimeter wirken oft noch etwas unruhig. Nach einigen Wiederholungen entwickelt sich jedoch das typische gleichmäßige Muster ganz von selbst.

Ziehe die Schlingen nicht zu fest an. So lässt sich die Häkelnadel leichter einstechen und die Kordel bleibt schön flexibel.

Soll die Kordel besonders lang werden, lohnt es sich, zwischendurch immer wieder die fertigen Reihen glattzustreichen. Dadurch legt sich das Muster gleichmäßig und kleine Verdrehungen verschwinden meist von selbst.

Wofür eignet sich die breite rumänische Kordel?

Die stabile Häkelkordel lässt sich für viele kreative Projekte verwenden. Besonders gut eignet sie sich für:

  • Taschenriemen
  • Henkel für Körbe
  • Träger für Häkelbeutel
  • Schlüsselbänder
  • dekorative Kordeln
  • Gürtel
  • Aufhängeschlaufen
  • Verschlüsse für Taschen oder Beutel

Ich selbst verwende sie als Taschenriemen für eine Granny-Square-Tasche.

Fazit

Die breite rumänische Kordel ist eine einfache Häkeltechnik mit vielen Einsatzmöglichkeiten. Hat man den Bewegungsablauf einmal verinnerlicht, wächst die Kordel Reihe für Reihe fast wie von selbst.

Gerade für Taschen, Körbe oder andere Projekte, bei denen Stabilität gefragt ist, ist diese Variante eine schöne Alternative zur klassischen rumänischen Kordel. Vielleicht fällt dir ja beim Häkeln schon das nächste Projekt ein, für das du sie verwenden kannst.

Speichere dir die Anleitung gerne auf Pinterest, damit du sie auch später noch wiederfindest.

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Häufige Fragen zur rumänischen Kordel

Welches Garn eignet sich am besten?

Grundsätzlich kannst du jedes Häkelgarn verwenden. Für Taschenriemen oder Griffe ist ein formstabiles Baumwollgarn besonders gut geeignet.

Wird die Kordel sehr fest?

Die Kordel ist stabil, bleibt aber angenehm flexibel. Wie fest sie wird, hängt vor allem von der Garnwahl und deiner Fadenspannung ab.

Kann ich die Kordel auch länger häkeln?

Ja. Die Technik wird einfach so lange wiederholt, bis die gewünschte Länge erreicht ist.

Ist diese Variante für Anfänger geeignet?

Wenn du Luftmaschen und feste Maschen beherrschst, kannst du diese Technik gut nacharbeiten. Nach den ersten Wiederholungen entwickelt sich ein gleichmäßiger Rhythmus.